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Kerzen
 
Die Bestandteile der Kerzen und ihre Machart bestimmen die Eigenschaften und die Qualität der Kerze.
 
Man unterscheidet zwischen: Tauchen, Pressen, Gießen, Ziehen und Kneten.
Die Fertigen Kerzen unterlaufen auch verschiedenen Oberflächenbehandlungen.
 
Bestandteile der Kerze up Materialkunde Floristik
Rohstoffe: Bienenwachs
Stearin
Paraffin
Dochte: aus Baumwollfäden
Rund- oder Flachdochte
Stärke (Durchmesser) sollte dem Kerzendurchmesser entsprechen
Zuschläge: "Hartwachse" (Schmelzpunkt erhöhend)
Farbstoffe
Duftstoffe
 
Herstellung Tauchen (Tunken) up Materialkunde Floristik
Beschreibung:
Die Kerzendochte werden in Rahmen gespannt, wiederholt in erwärmtes, flüssiges Kerzenmaterial getaucht. Nach jedem Tauchgang kühlt die Wachsschicht ab und bildet unten eine etwas dickere Schicht als oben, weil das flüssige Wachs beim Herunterlaufen langsam erstarrt.
Bemerkungen:
Es entstehen Spitzkerzen mit etwas welliger Oberfläche, was sehr werkgerecht erscheint.
 
Herstellung Pressen (Strangpreßverfahren) up Materialkunde Floristik
Beschreibung:
Der Docht läuft durch ein Rohr (Kaliber), die Kerzenmasse wird als Granulat hinzugefügt und unter hohem Druck verdichtet. Danach wird der Kerzenstrang auf Kerzenlänge zerschnitten und der Docht wird freigefräst.
Bemerkungen:
Es können schwere Mängel entstehen durch:
- Hohlräume im Kerzenkörper --> Kerzenwachs kann unerwartet weglaufen
- nicht fest eingebetteten Docht --> Der Docht kann beim Zerschneiden leicht herausgezogen werden und damit kann die Kerze nicht voll genutzt werden.
 
Herstellung Gießen up Materialkunde Floristik
Beschreibung:
Der Docht wird in eine Form gespannt, die dann mit Wachs aufgegossen wird. Nach dem Erkalten wird die Kerze aus der Zinnform gezogen oder aus der aufklappbaren Form entnommen.
Bemerkungen:
Diese Methofe wird von Hobbykerzenmachern genutzt.
Die Industrie verwendet reines Stearin oder Bienenwachsgemisch.
Diese Technik wird genutzt bei Schichtkerzen oder Formkerzen.
 
Herstellung Ziehen up Materialkunde Floristik
Beschreibung:
Der Docht läuft in Ringform auf Trommeln und wird durch eine Wanne mit flüssigem Wachs gezogen und durch eine Lochscheibe geführt (streift überflüssiges Wachs ab, damit sich eine gleichmäßig dicke Wachsschicht anlagert). Dieser Vorgang wird mehrere Male wiederholt. Der Wachsstrang bleibt elastisch, bis er die gewünschte Kerzendicke erreicht hat. Dann wird er aufgeschnitten und zum abkühlen aufgehangen. Der abgekühlte feste Strang wird in Kerzenlänge zerschnitten und der Kerzenkopf wird freigefräst.
Bemerkungen:
Es ist die industrielle Methode von Walzenförmigen Kerzen.
Das Wachsgemisch muß ausreichend plastisch sein (z. B. genügend Paraffinanteile enthalten).
Die Wachsschichten können beim Andrahten abbröckeln.
 
Herstellung Kneten (Knautschen) up Materialkunde Floristik
Beschreibung:
Man benötigt eine Masse (Bienenwachs oder Wachsgemisch), die sich bei Zimmer- und Handwärme kneten läßt und zu Wachsplatten geformt ist. Die Platte wird um den Docht gerollt und zur Kerzenform gedrückt und geknetet.
Bemerkungen:
Diese Methode ist eine handwerklich und körperlich anstrengende Methode.
Mischt man verschiedene Wachsfarben, so entstehen interessante Strukturen.
 
Oberflächenbehandlung up Materialkunde Floristik
Die meisten Kerzenrohlinge werden in einem Tauchbad mit farbigem Wachs gefärbt. Durch den weißen Untergrund erscheint der Farbüberzug intensiver leuchtend als bei den selteneren durchgefärbten Kerzen
Außerdem kann man die Kerzen durch aufklebbare Wachsmotive oder ganze Relieftafeln schmücken. Diese Kerzen heißen "Renaissancekerzen", die durch ihre starke Eigenwirkung weniger von Floristen verwendet werden, da sie sich schlecht in die harmonische Gestaltung einfügen.
 
     
Gestaltung Materialkunde   Fortsetzung folgt!
     
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